Donnerstag, 7. Januar 2016

Trainingsblock Weihnachten und Jahreswechsel

Die Tage rund um Weihnachten und die anschließenden Weihnachtsferien konnte ich für den ersten Ausdauerblock der heurigen Vorbereitungsphase für die Olympiasaison nützen. Zu Hause gab es, wie den  letzten Wochen schon, ideale Trainingsbedingungen für das Radtraining. Ich fuhr entweder mit dem Cyclocrosser in den Nationalpark Donauauen oder kurbelte die Kraftintervalle am Ergometer oder sogar auf der Straße. Sehr ungewöhnlich für Ende Dezember! 


Kurz vor Neujahr wechselte ich mit meinen Snowboard- und Skifreunden ins Salzburger Uttendorf. Dort gab es am Weißseegletscher oberhalb der

Rudolfshütte endlich gute Skitourenbedingungen - allerdings nur oberhalb von 2300m Seehöhe. Das hatte gleich auch ein bisschen Höhentrainingseffekt. Zwischendurch kurbelten wir auf den Südhängen bei optimalen Bedingungen und ohne Schnee unterhalb von 2000 Metern auch ein paar super Mountainbike Touren in den Kitzbühler Alpen - eigentlich pervers um diese Jahreszeit. Nach dem Jahreswechsel begann es erstmals heuer auch zu Hause winterlich zu werden. Schneefall, tiefe Temperaturen und eisiger Wind zwangen mich zu Indoor  Trainingseinheiten im letzten 5er Block. Nicht sehr erfrischend aber dafür umso effektiver auf den neuen Ergometern im Manhattan Süd Fitnesscenter: Wattgesteuert und mit einigen super Videos zu Alpenpässen und schönen Strecken verging die Zeit relativ schnell.

Nach einem kurzen Erholungsblock in der nächsten Woche und nachher einigen Bahn und Outdoor-Einheiten freue ich mich schon auf das erste Rad-Trainingslager im sonnigen Gran Canaria Ende Jänner.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Training für 2016

Das Training ist gut angelaufen!
Nachdem die Schneesituation in den Bergen heuer leider sehr mäßig ist musste ich bisher leider bis auf 2 Wochenenden Anfang November auf das Training mit Tourenskiern verzichten.
Dafür lässt es sich an den Wochenenden immer noch super draußen an Fahrrad trainieren. Hier bietet die flache Auenlandschaft der Lobau ideale Trainingsbedingungen um mit meinem Crosser Kilometer und Trainingsstunden abzuspulen.
Auch beim Teamspinning, das ich für mein Nora Racing Team einmal pro Woche halte macht das Indoor-Radeln viel Spaß.
Auf der Radbahn im Wiener Dusika Radstadion ist heuer richtig viel Betrieb und ich schaue, dass ich dort zumindest einmal pro Woche Grundlagenkilometer abspule.
Ergänzend zum Training auf Rad und Ergometer mache ich heuer vermehrt Rumpf- und Stabilisationstraining. Hier merkte ich vor allem zu Ende der abgelaufenen Saison, dass ich da noch deutlich mehr machen muss, um Schädigungen durch meine handicapmäßig bedingten Fehlstellungen zu vermeiden.
Ich hoffe, dass es zu Jahreswechsel vielleicht doch noch etwas mit dem Winter in niedrigren Lagen wird, damit ich vor dem ersten Radtrainingslager Ende Jänner doch noch auf ein paar Skitouren komme.

Dienstag, 10. November 2015

Trainingsstart Saison 2016

Los  geht es mit der Vorbereitung für die Olympiasaison 2016!

In den letzten Wochen habe ich gut regeneriert und viel Alterativ - Sport abseits des harten fokussierten Rennrad- und Zeitfahrtrainings gemacht. 

Jetzt bin ich schon wieder richtig hungrig auf die Stunden am Rad. Momentan lässt die Witterung sogar optimale Outdoor - Aktivität zu, Das einzige, was momentan etwas spannend ist, ist die rasch einfallende Dunkelheit. Also besser immer mit Licht unterwegs  ;-)
Der Zeitplan für die nächsten Wochen ist ein konsequenter Aufbau Richtung Straßensaison 2016.

Zu  Jahresende werden vom IPC, dem internationalen paralympischen Commite  die Olympia - Startplätze für Rio berechnet und anschließend bekanntgegeben, wie viele Österreicher jetzt starten dürfen. Dann liegt es beim Österreichischen Verband, die Kandidaten zu nominieren.

Durch die strategisch problematischen Entscheidungen im Jahr 2015 - keine Beschickung der Bahn-WM, keine Entsendung zu Europacuprennen seitens des Verbandes, keine Athleten in den Klassen C2-C4 und damit deutlichem Punkteverlust im Nationenranking - ist zu befürchten, dass die Nation Österreich einiges an  Startplätzen verlieren wird.

Doch ich werde mein Bestes geben, einen der 4-5 Plätze zu erkämpfen.

Bahntraining im Herbst und Winter, Schneetrainingslager zu Weihnachten, Radtrainingslager Ende Jänner und Mitte März sind jedenfalls schon fixiert.

Montag, 5. Oktober 2015

Saisonrückblick Paracycling 2015

Meine Wintervorbereitung 2014/15 lief nach der erfolgreichen Snowboard - Teilnahme an den Paralympics 2014 in Sochi  heuer mit vollem Fokus auf die Paracycling Saison 2015 und mittelfristig natürlich auf die Qualifikation für die Paralympics Rio 2016.

Daher begann ich nach intensivem Rad Indoortraining und allgemeiner Vorbereitung mit den Tourenskiern schon Ende Jänner  mit dem ersten Rad Trainingslager auf Gran Canaria. Dort konnte ich mit Klassendominator Michael Teuber einen guten ersten 12-Tage Radblock absolvieren.

Nach diesem ersten Block am Rad erreichte ich schon Leistungswerte wie zum Saisonhöhepunkt der vergangenen Saison.

Beim zweiten Trainingslager im März konnte ich einiges an Leistung zulegen, leider bremste mich da allerdings ein eitriger Backenzahn etwas ein.

Da ich momentan wieder voll in den Arbeitsprozess in der Schule eingestiegen bin und auch mein Jugendcoaching und das Arbeiten als Spinningtrainer einiges an Zeit erfordern, war ich vom Zeitmanagement ziemlich gefordert, um optimale Trainingsbedingungen zu schaffen.

Einem kurzen Trainingsblock zu Ostern in Norditalien folgten schon die ersten Europacuprennen in der Toscana.

Dort konnte ich gleich hinter Vizeweltmeister Giancarlo Masini den zweiten Platz belegen – ein sehr guter Start in die Wettkampfsaison. 

Allerdings verkühlte ich mich und fuhr das nächste Europacup-Rennen in Italien halbkrank – wie sich herausstellte ein großer Fehler  – nur Rang 5 und anschließend eine Lungenentzündung, die mich zu einer 4 wöchigen kompletten Trainingspause zwang
.
Doch ich hielt die Pause konsequent und diszipliniert ein und konnte daher beim ersten Worldcup in Italien im Einzelzeitfahren den sehr guten Rang 6 erreichen.
Beim Straßenrennen merkte ich leider die erzwungene Trainingspause, mir fehlte die Rennhärte und ich erreichte nur Rang 9.

Mit konsequentem Training konnte ich während der ganzen Saison noch Podiumsplatzierungen und einen Sieg im Europacup erreichen, auch im Worldcup reichte es für Top 10 Platzierungen und so durfte ich bei den Weltmeisterschaften für Österreich an den Start gehen.


Auf den sehr selektiven Strecken erreichte ich im Einzelzeitfahren Rang 10, beim Straßenrennen Rang 11.  Dank optimaler Vorbereitung und Trainingssteuerung waren das die Rennen mit der höchsten Leistung der Saison.
Zum Saisonfinale ging es zum letzten Weltcuprennen nach Südafrika, wo ich mit zwei 6.Plätzen noch einmal wichtige Punkte für die Rio Qualifikation einfahren konnte.



Zum Abschluss der Saison stehe ich jetzt in der Weltrangliste auf Platz 9, im Worldcup habe ich ebenfalls den 9. Gesamtrang geschafft.

Angesichts der enormen Leistungsentwicklung in unserem Sport und  dem Umstand dass ich in meinem Leistungsbereich fast der einzige bin, der noch einem normalen Beruf nachgeht bin ich damit ziemlich zufrieden.

Nach einer kurzen Trainingspause geht es jetzt im Winter an die Vorbereitung zur Olympiasaison 2016. Es wird sicher extrem hart, einen der begehrten Startplätze zu erreichen. Österreich hat wahrscheinlich diesmal 1-2 Startplätze weniger als in London 2012. Somit kämpfen von den ursprünglich 13 Kaderathleten jetzt noch 7 um die begehrten 4-5 Startplätze für Olympia – und ich bin dabei!


Die endgültige Entscheidung, wer schlussendlich starten darf, wird wahrscheinlich erst nach den ersten Rennen der 2016er Wettkampfsaison fallen. Ich werde mein Bestes geben, die Quali zu schaffen und in Rio zu starten!


Sonntag, 4. Oktober 2015

Flashback Sochi 2014

 In den aktuellen Paralympic News  gibt es eine Rückschau auf Sochi 2014.
Klingt gar nicht schlecht: Österreichs erster Snowboarder bei den Paralympics - like it!